Zeigen, was gefühlt werden muss

Was ist ein Portrait?
Wikipedia sagt (sinngemäß), dass ein Portrait nicht nur das Aussehen eines Menschen, sondern auch sein Wesen und seine Persönlichkeit zeigt. Und obwohl ein Portrait eine Vielzahl von Verwendungszwecken mit sich bringen kann geht es immer genau darum. Die Frage, wer da vor der Kamera steht/sitzt/liegt, wofür er steht, vielleicht wofür er nicht steht, wie man ihm oder ihr gegenübertreten kann. Das macht den Menschen und damit auch sein Portrait aus.

Warum also ist ausgerechnet ein Foto das richtige Medium um diese Informationen zu transportieren? Die Antwort auf diese Frage steckt in der Frage selbst, denn es geht hierbei weniger um Fakten als um Gefühle. Gefühle, für die Worte oft zu konkret und unflexibel sind. Das können auch Gefühle oder Aussagen sein, deren einfache Benennung schlichtweg nicht die Aufmerksamkeit erhalte würde, die sie verdient. Ein Foto kann solch ein Gefühl auf eine Art zum Vorschein bringen, die viele diverse Gedanken voraussetzt, um darauf zu kommen. Hier ergeben sich möglicherweise mehrere Wege, zu diesem Schluss zu kommen. Es wird kompliziert.

Wenn das der Fall ist, hat das Portrait seine Aufgabe erfüllt: Es veranlasst den Betrachter zum Nachdenken. Es bietet Möglichkeiten, ohne eine konkrete Antwort zu liefern. Diese gilt es dann herauszufinden. Oder eben nicht, dann bleibt es bei der Fantasie des. Je nachdem, welchen Zweck das Foto erfüllen soll.

Ob es um ein aussagekräftiges, viel vorgebendes Portrait für Freunde, Familie oder einfach dich selbst geht, ein seriöses und gradliniges Businessportrait oder ein Bewerbungsfoto, bei dem vielleicht ganz bewusst noch etwas mehr Spielraum gelassen werden soll: Ich möchte mit dir das zeigen, was vom Betrachter deines Portraits gefühlt werden muss.